29.06.2019 Busausflug Magdeburg

Liebe Mitglieder, Liebe Gäste, Liebe Daheimgebliebene,

am Samstag dem 29. Juni 2019 trafen wir uns früh morgens um 7 Uhr bei herrlichem Sonnenschein auf dem HDI Parkplatz in Hannover, um von dort aus unsere Busreise nach Magdeburg anzutreten.
Von 51 Vereinsmitgliedern fuhren bedauerlicherweise nur 19 mit, obwohl der Fahrpreis für Mitglieder extrem günstig war und der Termin schon relativ früh feststand. Immerhin kamen noch 19 Gäste hinzu, sodass der Bus mit 38 Personen gut besetzt war.

Für die Route und den Ablauf der Reise zeichneten sich Erika und Jörg verantwortlich.

Die Planung brachte zunächst einige Schwierigkeiten mit sich, da einige Personen angemeldet wurden, ohne namentlich benannt worden zu sein. Wenn diese dann wieder abgemeldet oder gegen andere getauscht werden, ist letztlich schwer auszumachen, wer von den Gästen noch teilnimmt. So blieben nach viel hin und her von 45 Erstanmeldungen dann noch 38 Fahrtteilnehmer übrig.

So gegen 7 Uhr fuhr der moderne Reisebus der Firma Beckmann auf den Parkplatz in Hannover-Lahe, und nachdem die 20 dort wartenden Personen eingestiegen waren, fuhren wir Richtung Autobahn. In Lehrte stieg noch ein Mitglied zu, in Lehre noch 9 Gäste und an der Ausfahrt in Ochsendorf bei Königslutter nahmen wir noch 8 weitere Gäste mit an Bord.

Gut gelaunt und inzwischen auch hellwach ging die Fahrt Richtung Magdeburg, vorbei an Helmstedt und dem ehemaligen Grenzübergang Marienborn.

Schon bald erreichten wir Magdeburg und strebten dann den Elbauenpark mit seinem Jahrtausendturm an.

Auf einem 90 Hektar großen Gelände wurde 1999 zur Bundesgartenschau  der weltgrößte Holzturm in Form eines Kegels mit einer, sich um den Turm windenden Außentreppe, die zu einer in 40 Meter Höhe befindlichen Aussichtsplattform führt. Innen im Turm befinden sich im Erdgeschoss einige Artefakte, wie ein Foucaultsches Pendel. Es ist ein langes Fadenpendel, mit dessen Hilfe die Erdrotation anschaulich dargestellt werden kann. Dieses Pendel hängt von der Decke herab bis wenige Zentimeter über dem Fußboden und zeigt bereits nach wenigen Schwingungen, dass sich die Erde darunter dreht, denn ein Pendel schwingt ungestört immer in gleicher Richtung.
Neben einem Griechischen Portal steht dort auch ein großes Laufrad, das mit Muskelkraft betrieben eine Wasserschnecke (Archimedische Schraube) über hölzerne Zahnräder antreibt, mit der es möglich ist, Wasser vom unteren Becken nach oben zu transportieren, wie dies in der Antike praktiziert wurde. .
Über Treppen kann man die einzelnen Etagen besuchen, in denen das Zeitgeschehen und die Technik der einzelnen Epochen dargestellt wird.

Andere Attraktionen wie ein Klettergarten, eine riesige Seebühne, eine Sommerrodelbahn, viele Kunstobjekte und ein Schmetterlingshaus waren auf dem riesigen Areal verteilt.
2005 wurde der Park zum schönsten Park Deutschlands gekürt.

Als wir unser nächstes Ziel, die Weiße Flotte an der Elbe anstrebten, hatte die Sonne die Außenluft auf Backofentemperaturen erwärmt. Die Elbe führte nicht allzu viel Wasser, dafür war die Strömung umso stärker und überall im Flussbett bildeten sich starke Strudel. Einige Verwegene spazierten neben dem Flussbett auf den trockenen Steinschüttungen und fotografierten alles, was nicht schnell genug verschwunden war.

Nachdem Erika Fahrkarten geordert hatte, nahmen wir auf einem Schiff der weißen Flotte Platz und genossen eine Stadtrundfahrt vom Wasser aus. Es boten sich uns vielerlei Einblicke in die Stadtgeschichte, man sah auf einige Fragmente der mittelalterlichen Stadtmauer, auf alte Villen und viele neue Wohngebäude, deren Wohnungen kaum noch bezahlbar waren. Das Schiff glitt ruhig über die Stromschnellen dahin und nach einer Stunde legte es wieder am Anleger an.

Kaum wieder im Bus angekommen, begrüßte uns eine gebuchte Stadtführerin, erzählte uns einiges aus der frühen und neuzeitlichen Stadtgeschichte und leitete den Bus durch die Innenstadt und die engen Gassen. Viele Gebäude und Kirchen waren im Krieg zerstört worden, doch wurden sie in den letzten Jahren wiederaufgebaut. Bei der Fahrt gelang es uns auch einige Blicke auf das Hundertwasserhaus mit seiner rosafarbenen Fassade, die durch braune, senkrechte Streifen aufgelockert wurde, mit seinen versetzten Fenstern und dem Turm mit drei goldenen Kugeln drauf, zu erhaschen. Nach etwa eineinhalb Stunden Stadtgeschichte entließ uns die Stadtführerin am Dom.

Der Dom ist von außen ein monumentales Bauwerk aus grauem Sandstein. Innen wirkt er durch seine enorme Höhe sehr ehrwürdig, durch den grauen Sandstein jedoch dunkel und trist. An den Wänden befinden sich viele Reliefs, Altäre und Statuen und im Mitteltrakt gibt es einige Sitzbänke. Von dort schaut man auf einen schlichten, wuchtigen Altar, dahinter, durch ein Ziergitter abgetrennt, steht ein großer, steinerner Sarkophag. In einer Nische, auch durch Gitter gesichert, stehen noch zwei steinerne Särge. Der Kirchenraum wirkt innen viel größer, als es von außen den Anschein erweckt.

Unser nächstes Ziel war die Glasmanufaktur in Derenburg bei Halberstadt.
Die Fahrt dorthin verlief äußerst fröhlich und ausgelassen, trotz Hitze und der späten Nachmittagsstunde. Aber, – wer die Mentalität der Filipinos kennt, weiß, dass sie unter Freunden und Gleichgesinnten sich unbekümmert, ausgelassen und locker geben.
Kurz nach 17 Uhr erreichten wir unser letztes Tagesziel. Die Fabrik liegt in einem schön angelegten Areal, im Hintergrund sieht man die Berge des Harzes, und bietet Kindern und Erwachsenen viele Möglichkeiten zur Beschäftigung. Leider schließt die Fabrik um achtzehn Uhr, sodass wir die Ausstellungsräume nur im Schnelldurchgang besichtigen konnten. Im unteren Geschoss gibt es diverse Glasartikel, wie Vasen, Figuren etc. Im oberen Bereich gibt es Räume, die der Arktis nachempfunden sind mit diversen Weihnachtsartikeln, Elchen und Rentieren.

Merklich erschöpft, müde und voller Enthusiasmus traten wir die Rückreise an. Unterwegs leitete uns Dolores zu einem schön gelegenen Waldparkplatz inmitten des Elm, wo wir unter Bäumen noch einmal Picknick machten und die Reste unserer mitgebrachten kulinarischen Spezialitäten verzehrten. Anschließend fuhren wir Richtung Heimat. Unterwegs ließen wir unsere Gäste wieder an ihrem Heimatort aussteigen und fuhren weiter nach Hannover. Dort verabschiedeten wir uns von einander und müde, aber zufrieden fuhren wir nach Hause.

Es war doch ein gelungener Tag – gerne wieder!!!

Euer Schriftführer F.P.